Gesamtübung der Feuerwehren in Ermetzhof
Am 19. September 2026 fand in Ermetzhof die diesjährige Gesamtübung der Freiwilligen Feuerwehren der Marktbergelmer Ortsteile Ermetzhof, Ottenhofen und Marktbergel, sowie in diesem Jahr zusätzlich der Feuerwehr Oberdachstetten statt. Insgesamt waren rund 40 Einsatzkräfte, darunter auch die Jugendfeuerwehr Marktbergel, an der Übung beteiligt.
Angenommen wurde ein Brand in einem landwirtschaftlichen Anwesen, bei dem zwei Personen vermisst wurden. Zusätzlich ereignete sich auf der Anfahrt ein Verkehrsunfall, bei dem eine Person im Fahrzeug eingeklemmt war. Damit mussten mehrere Einsatzaufgaben gleichzeitig bewältigt und die vorhandenen Kräfte koordiniert eingesetzt werden.
Die Feuerwehr Ermetzhof begann unmittelbar mit dem Aufbau der Wasserversorgung. Da der Ortsteil nur über eine kleinere Leitung an die Fernwasserversorgung angeschlossen ist, steht über das Hydrantennetz nur begrenzt Löschwasser zur Verfügung. Daher wurde zusätzlich Wasser aus einem ehemaligen Güllebehälter entnommen, der inzwischen als Regenwasserspeicher genutzt wird. So konnte frühzeitig eine ausreichende Wasserversorgung sichergestellt werden.
Nach dem Eintreffen der weiteren Feuerwehren wurden die Aufgaben verteilt. Die Feuerwehr Oberdachstetten übernahm die Rettung der eingeklemmten Personen. Ottenhofen baute mit dem eigens vorgehaltenen Anhänger eine weitere Löschwasserversorgung auf. Die Feuerwehr Marktbergel übernahm gemeinsam mit weiteren Einsatzkräften die Suche nach den vermissten Personen unter Atemschutz. Eine Person konnte schnell aus der Scheune gerettet werden. Die Suche nach der zweiten, als Kind dargestellten Person gestaltete sich schwieriger, da sie sich im Gebälk versteckt hatte.
Ein besonderer Schwerpunkt der Übung lag auf der Zusammenarbeit und Kommunikation der beteiligten Feuerwehren. Gerade bei größeren Schadenslagen müssen verschiedene Einsatzaufgaben gleichzeitig koordiniert und die vorhandenen Kräfte effektiv eingesetzt werden. Die gemeinsame Übung bot hierfür realitätsnahe Bedingungen und zeigte, wie wichtig ein abgestimmtes Vorgehen ist.
Im Anschluss fand eine gemeinsame Nachbesprechung mit den teilnehmenden Kommandanten und dem örtlich zuständigen Kreisbrandmeister Gerhard Kallert statt. Auch Bürgermeister Grosch richtete einige Grußworte an die Einsatzkräfte.
Zum Abschluss wurde der Übungstag beim gemeinsamen Kameradschaftsabend am Gemeindehaus in Ermetzhof gemütlich beendet. Bei Gegrilltem und guten Gesprächen konnten die Kameradinnen und Kameraden den ereignisreichen Tag ausklingen lassen.
Ein herzlicher Dank gilt allen beteiligten Feuerwehren für die gute und kameradschaftliche Zusammenarbeit sowie insbesondere den Ermetzhofer Kameraden für die Organisation und Bewirtung des Kameradschaftsabends.
Die gemeinsame Übung hat einmal mehr gezeigt: Im Einsatzfall kommt es nicht nur auf die eigene Vorbereitung, sondern vor allem auf das gute Zusammenspiel aller beteiligten Kräfte an.